Empfange was kommt…
Als Adamus 2013 zum ersten Mal das Wort «empfangen» benutzt, wird Alice schnell bewusst, was er damit meint. So oft hat sie in ihrem Leben schon erlebt, wie sich alles von selbst entwickelt, wenn sie weder analysiert noch aus einer Aufgabe oder einer Erfahrung ein Problem macht.
Alice weiss, dass es ihr Verstand ist, der durch Analyse und « Aufgaben kompliziert machen », den Prozess des Empfangens unterbricht! UND sie darf auch erfahren, dass sie allein viel leichter alles im Fluss akzeptieren kann, als dann, wenn auch andere involviert sind! Ausserdem gibt es noch ihre Facette die Struktur liebt, weil das eine gewisse ‘Sicherheit’ entstehen lässt, die aber eigentlich gar nicht notwendig wäre…
Für Alice kommt eines Tages die Frage auf: Wie empfange ich, wenn in meinem familiären Umfeld emotionale Probleme herrschen/vorhanden sind? Intuitiv bleibt sie bei sich, wenn jemand mit ihr spricht, per Telefon oder persönlich. Sie empfängt die Information, aber nicht die Emotion! Das ist nicht immer so einfach, aber es funktioniert, wenn sie wirklich präsent ist! Es ‘gehört’ nicht ihr, auch wenn es Familie ist… Alice ist sich bewusst, dass das eine Sichtweise ist, die viele Personen nicht so sehen, denn die Dramaenergie die dadurch entsteht, ist die « Nahrung » des Menschen (siehe Sexual Energies School )
An einem Samstagnachmittag macht Alice bei schönem Wetter einen Spaziergang. Er führt sie an einem Fluss entlang, eigentlich ein ‘bekannter’ Weg, aber sie liebt die Atmosphäre dort. Anschliessend gibt es Kaffee und Kuchen ganz in der Nähe. Allein an einem Tisch zu sitzen macht ihr nichts aus, denn sie kann es geniessen – bis am Nachbartisch eine von zwei Frauen ein offensichtlich emotionales Thema aufgreift und die andere hineinzieht. Alice kann es tatsächlich ‘sehen’, wie sie zusammensinkt, nichts mehr antwortet und nur zuhört. Sie ist allerdings nicht präsent und wird dadurch ‘aufgesaugt’…
Und was mache ich hier, fragt sich Alice im Café – nun ich nehme wahr und empfange, ohne Kritik – geniesse meinen Kaffee und den Kuchen, als ihr Blick auf eine Tafel über dem Tisch fällt, auf der auf französisch steht: « On récolte ce qu’on s’aime » (Man erntet das, wofür man sich liebt). Was natürlich nicht heisst, dass die Selbstliebe die Probleme von anderen kreiert, sondern, dass es eben die Selbstliebe ist, die Alice die Kraft gibt ‘draussen’ zu bleiben, egal was andere schreiben, sagen oder denken…! Ich kann es empfangen, d.h. ich höre oder lese es, aber ich lasse mich nicht hineinzeihen!